Wenn die Lieblingsjeans ein Loch kannst Du sie doch nicht wegwerfen. Mach Dir aus einem kleinen Stoffrest selbst einen Flicken und nähe ihn darauf. Wir zeigen Dir wie!

Sehen die Kinder-Jeans bei Euch auch oft so aus? Und was mich wundert: Kinder finden das nicht immer so toll wie Teenager oder Erwachsene.

Bevor ich mich mit den Knie befassen kann, muss ich erst Platz schaffen. Ich muss das Hosenbein an der Aussennaht auftrennen. Innen ist bei Jeans meist eine doppelte Naht, eine Kappnaht, davon bitte die Finger weg, viel zu kompliziert.

Wer, so wie ich, keinen fertigen Flicken aufnähen will oder zur Hand hat, kann ein kleines Stück Stoff nehmen. Ein Stoffrest oder aus einem Kleidungsstück das wirklich für die Tonne ist. Und ein Stückchen dünnen Stoff zum Unterlegen oder Vlieseline zum aufbügeln, Das mit der Vlieseline ist zwar recht nett, aber nicht unbedingt notwendig.

Ich nähe beide Stoffe in der Form, die ich mir ausgesucht habe, rechts auf rechts aufeinander. Bei Vlieseline liegen die Bügelpunkte innen. Kein Zickzackstich, sonder ein ganz gewöhnlicher Geradstich. Bei Jerseyflicken für z.B. Jogginghosen einen elastischen Geradstich. Nach dem Zusammennähen wird der Flicken knappkantig, ca. 3-4 mm ausgeschnitten, Ecken und Rundungen einschneiden.

Die Vliesline hinten im Kreuz einschneiden und den Flicken wenden. Jetzt ist er, oh Wunder, gesäumt.

Der Flicken kann jetzt auf das Loch aufgesetzt werden. Man kann ihn, wenn man Vlieseline verwendet hat auch etwas mit den Bügeleisen fixieren. Das hält aber nicht wirklich. Am besten mit Nadeln zusätzlich feststecken.

Um den Flicken anzunähen nehme ich den 3-fachen Geradstich Nr. 10. Es eignet sich auch der Geradstich Nr. 1, ein Zick-Zack-Stich Nr. 3 oder 4 oder der Stich Nr. 11 ein Einfass-Stich.

Da der Saum jetzt innen liegt, ist das Annähen jetzt sehr einfach.

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